[aktuelle Besetzung]
AGLAJA CAMPHAUSEN (Cello, Gesang)
Aglaja Camphausen, geboren in Kürten, stammt aus einer Musikerfamilie: ihre Großmutter war die gefeierte Sopranistin Inge Camphausen, ihr Vater Geiger im Gürzenich-Orchester, ihre Mutter Klavierpädagogin. Nach zahlreichen Preisen bei „Jugend musiziert“ studierte Aglaja Camphausen Cello an der Musikhochschule Köln. Aglaja Camphausen spielt als freischaffende Cellistin Kammermusik, Salonmusik, Improvisation und Jazz und wirkt in vielen Orchestern und Ensembles mit. Auf Empfehlung der brasilianischen Sängerin Marta Laurito studierte sie nach ihrem Konzertexamen Gesang. Neben anderen Engagements wirkt Aglaja Camphausen regelmäßig als Solistin in Opernprojekten des Theater im Ballsaal oder der Kammeroper Bonn mit. Ihr besonderes Interesse gilt neben der klassischen Musik dem Jazz und der Improvisation, wo sie in Kombination von Sprache und Klang ihre ausdrucksvolle Stimme und ihr unkonventionelles Cellospiel auch experimentell einsetzt. Nach einem Engagements am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und an der Oper Dortmund ist sie seit der Spielzeit 2008/2009 Mitglied der Kölner Oper.
NADINE AGUIGAH (Violine, Gesang)
Geboren im Ruhrgebiet begann Nadine-Goussi Aguigah ihr Violinstudium mit 16 Jahren als Jungstudentin an der Musikhochschule Detmold. Als Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters spielte sie auf Orchestertournee unter Claudio Abbado, Pierre Boulez und anderen namhaften Dirigenten. Ihr Konzertdiplom legte sie 2001 an der Musikhochschule Köln ab. Es folgte ein mehrjähriges Engagement beim Gürzenich-Orchester. Als festes Mitglied der James Last Band, des Kölner Kammerorchesters und ihrem eigenen Streichquartett kaj:kaj hat sich ihr musikalisches Feld zunehmend erweitert. Dazu gehören Projekte im Jazz- und Popmusikbereich mit Musikern wie Nils Wülker, Tom Gaebel, Michael Riessler, Kayne West und Seal, sowie Aufnahmen für Hörspiel- und Filmmusikproduktionen. Momentan ist Nadine Aguigah als Geigerin im Philharmonischen Orchester Heidelberg engagiert. Ensemblemitglied der Schmonzetten ist sie seit 2007.
EDITH LANGGARTNER (Kontrabass, Gesang)
Edith Langgartner, 1969 in Neckarsulm geboren, studierte Violoncello an der Hochschule der Künste in Berlin und am Richard-Strauss-Konservatorium München und nahm Gesangsunterricht. Noch während des Studiums entdeckt sie ihre Liebe zum Kontrabass mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, vor allem auch im Bereich der Unterhaltungsmusik und des Jazz. Seit 1996 lebt sie als freischaffende Musikerin in Köln und und spielt sowohl in klassischen Kammermusikensembles wie dem Aachener Kammerorchester als auch in Jazz-Formationen und Salonorchestern. Außerdem wirkt sie als Theatermusikerin bei Produktionen des Düsseldorfer Schauspielhauses mit. Seit 1998 ist sie Dozentin für Violoncello an der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf. Als Rhythmikerin und Chorleiterin veranstaltet sie mit ihren Gruppen regelmäßig Konzerte, wie zum Beispiel im Rahmen der Dellbrücker Jazz-Meile. Edith Langgartner gehört zu den Gründungsmitgliedern der Schmonzetten.
JOE BUSCHMANN (Arrangements, Piano)
Gründer und Patron der legendären Jazzkneipe Papa Joe’s und des Klimperkastens in der Kölner Altstadt. Arrangiert für die Schmonzetten und ist (meistens) der Mann am Klavier.
KLAUS-LOTHAR PETERS (Piano)
Ebenfalls am Klavier: Klaus-Lothar Peters, der als Sänger an Opernhäusern im In- und Ausland gastiert und seit 1981 an den Bayreuther Festspielen mitwirkt. Als Gesangslehrer, Pianist und musikalischer Leiter ist er seit vielen Jahren am Düsseldorfer und am Bochumer Schauspielhaus tätig, an der Pariser Opera Comique hat er mit Jerome Savary zusammengearbeitet. Außerdem unterrichtet er an der Folkwang-Hochschule Essen.
www.schmonzetten.de

MEYER RECORDS no 146 (CD)
MEYER RECORDS no 145 (LP – Vinyl)

DIE SCHMONZETTEN präsentieren die ganze Bandbreite der Salonmusik. Dabei besticht das Quartett durch dreistimmig gesungene Stücke – alles Arrangements von Joe Buschmann – die, ob feinfühlig, frech oder romantisch, in jeder Hinsicht bühnenwirksam vorgetragen werden. Besondere Ausstrahlung erhält das Quartett durch die Cellistin und Sängerin Aglaja Camphausen, die die Lieder mit ihrem warmen, lyrischen Sopran vorträgt, während die anderen Ensemblemitglieder zwei weitere Gesangsstimmen übernehmen – wodurch der unnachahmliche Schmonzetten-Klang entsteht. Die Schmonzetten erzeugen eine Stimmung, wie sie in Berliner Kabaretts und Wiener Kaffeehäusern, in den Grand Hotels und Salons der 20er und 30er Jahre anzutreffen war. Dabei bleiben sie immer zeitlos und sprechen mit ihren orginellen Interpretationen auch ein junges Publikum an.
Cover © MEYER ORIGINALS
Rezensionen
„Liebling, mein Herz läßt dich grüßen“. Doch ist dies nicht einfach nur eine nostalgische Reise an die Wiege europäischer Popmusik, obwohl die Schlager, Chansons und Couplets größtenteils aus den 20er- und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen und das begleitende Ensemble durchaus den Charme und ‘Schmäh’ eines echten Caféhausorchesters besitzt. Die Sängerin aber kommt nicht aus der Unterhaltungsmusik, sondern aus der Klassik: Aglaja Camphausen ist ausgebildete Sopranistin. Das rückt das Repertoire in die Nähe der Klassik – wo es ja auch herstammt, denn diese Form der bürgerlichen Musik entwickelte sich bekanntlich aus der Salonmusik des 19. Jahrhunderts. Eine Verwandtschaft, die oft vergessen wird und einem hier auf ganz und gar unaufdringliche Art und Weise vor Ohren geführt wird. Denn: Dies Plättchen macht, auch und vor allem, ganz einfach Spaß! Connaisseur Mailorder
Diese Platte ist eine kleine Sensation, zumindest aber ein musikalisches Kleinod in einer Zeit, in der die Musikindustrie nur noch auf die Umsätze schielt. Bei Meyer Records aber widmete man sich einem absoluten Randthema: Salonmusik! Salonmusik? Aber ja, unbedingt, ganz besonders, wenn sie so charmant wie im Falle der grandiosen Sängerin Aglaja Camphausen und dem Salon Quartett Die Schmonzetten präsentiert wird! Diese Spielart war bereits im 19. Jahrhundert entstanden, seinerzeit allerdings noch instrumentell vorgetragen, von Musikern wie Chopin oder Liszt. Mit Beginn des 20. Jahrhundert änderte sich aber auch die Mode in den Salons, Gesang begleitete das Piano oder die Violine, der Begriff Salonmusik etablierte sich, allerdings noch auf elitäre Kreise beschränkt. Erst nach dem 1.Weltkrieg wurde diese Musikgattung zur populären Tanzmusik in großen Konzertcafes. Madame Camphausen und die Schmonzetten führen uns also in die Welt der Tanz- und Cafehausmusik der 20er Jahre, wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit dieser auch vorzüglich klingenden LP! Forum d’ Vinyl